Dienstag, 28. Februar 2012

jelinek, palmer//harding und das liebe landleben...

ich bin ja bereits am wochenende auf´s land geflohen, um mich in aller abgeschiedenheit und ruhe mit elfriede jelineks perversionen zu beschäftigen...ihren perversionen, die immer nur auf das schon verkehrte zurückweisen, d.h. auf das weibliche als männliche projektion, die das weibliche nur als das andere des männlichen - damit aber auch als abhängiges und sekundäres - zu bestimmen vermag...uff...aus mir wird wohl noch ne hardcore-paula...und hier peitscht heute auch schon den ganzen tag der regen ans fenster...und meinen ingwer-zitronengrass-tee habe ich jetzt auch langsam über...jetzt, aber wirklich jetzt sofort, will ich erst einen wodka und dann ein glas crémant...menno...nun...an solchen tagen kommt man leicht in versuchung nach den nächsten herbst/winterkollektionen zu schauen...einfach den sommer überspringen...das jahr verkürzen...oder die restlichen grauen nasskalten tage wenigstens in den schönsten kleidungsstücken ertragen...überbrücken...obwohl...ein hemd von palmer//harding viel zu schade ist, um auf einer schlecht geflickten chaiselongue mit einem jelinektext in der hand zu liegen...oder gerade deswegen...und meine gummistiefel habe ich auch in berlin gelassen...so ein mist...ich kann nicht mal entspannt spazieren gehen, weil ich stets sorge um meine schuhe habe...und überhaupt; wie sieht eigentlich das männliche als weibliche projektion aus...ach da sind mir tristan und isolde irgendwie verständlicher...aber jetzt gibt´s erstmal ganz außergewöhnlich verspielte hemden...schon verdammt schön, oder??? mit männlicher wie weiblicher ästhetik ...diese hemden entziehen sich allen herkömmlichen projektionen...ich lass mal eins nach wien zu der jelinek schicken...

PAUL

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