...wer die arbeiten von larry clark im c/o berlin gesehen hat, muss nun franco lesen...natürlich ist hier die rede von james franco...clark zeigt gelangweilte jugendliche beim fixen und ficken....franco schreibt über die langeweile von wohlstandsverwahrlosten, kalifornischen teenager...langeweile als leitmotiv...besäufnisse, kiffen, partys, prügeleien, ein bißchen sex und tote...berauscht und gelangweilt spielen sie mit ihrem leben...wer franco jedoch bereits seit seiner "rebel"-ausstellung in west hollywood, bei der er mit porno und nostalgie den rebellengeist vergangener tage beschwört, unsympatisch und prätentiös findet, der wird auch nach der lektüre von palo alto nicht besser über ihn urteilen...alle anderen mögen vielleicht die kurzgeschichten über die suche nach dem erlebnis, das die leere füllt...die storys sind unsentimental und klassisch reduziert...manchmal jedoch wünscht man sich franco würde mehr über seine protagonisten verraten, über ihre wünsche, ihre sehnsüchte...warum lässt sich z.bsp. die vietnamesin von ihrem einzigen freund zum sex mit anderen hergeben...was treibt den freund an, das mädchen an andere auszuleihen...was macht ihn zum zuhälter und sie unbewusst zur prostituierten...der leser erfährt es nicht...bleibt zurück mit einem leeren gefühl...hat franco das so beabsichtigt?...vielleicht!...die geschichte wird so noch eindringlicher...das ist der sachverhalt...krass...so spielt das leben...die geschichten in francos debüt sind roh, düster und monoton...seine ersten schritte auf dem literarischen parkett sind gelungen...soll er sich probieren...seine schriftstellerischen werkzeuge sortieren...ich warte gespannt auf sein nächstes buchprojekt... james francos erster roman actors anonymous ...was bleibt sind die überlegungen, was ist fiktion, was hat autobiographischen charakter...das kann einem echt schlaflose nächte bereiten...

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